Saisonrückblick der Präsidiumsmitglieder
  03.12.2020 •     HLV , Verbandsnews


HLV-Präsident Klaus Schuder und seine Mannschaft sind fast genau ein Jahr im Amt. Grund genug eine Bilanz für dieses turbulente Jahr zu ziehen.

 

Klaus Schuder (Präsident)

Wir schauen auf ein Jahr zurück, das wir uns alle, die in der Leichtathletik unterwegs sind, ganz anders vorgestellt haben. Der Blick sollte in die Zukunft gehen und die Weiterentwicklung des Verbandes angegangen werden. Was am Anfang des Jahres eine Selbstverständlichkeit war – zum Training gehen, Wettkämpfe bestreiten oder verfolgen, ob auf Kreisebene oder bis hin zu internationalen Veranstaltungen – kam im März zum Erliegen. Unser sportlicher Alltag musste mit Verzicht und Absagen leben. Dank der Mitarbeit Aller im Verband sind wir aber immer handlungsfähig geblieben und konnten aufgrund der Vorgaben schnell Hygienekonzepte entwickeln. So konnte der Trainingsbetrieb wieder anlaufen und eine Late Season durchgeführt werden. Leider wird uns die Pandemie noch eine Weile im Griff haben. Trotzdem bleiben wir optimistisch und arbeiten mit gemeinsamen Kräften an der Zukunft der Leichtathletik in Hessen.

Im Präsidium arbeiten wir aktuell an der Profil-Schärfung des HLV, speziell an den beiden Säulen Breiten- und Leistungssport. Ein weiteres wichtiges Themenfeld ist die Weiterentwicklung der Kommunikation im Verband. Wir möchten einen besseren Austausch erreichen und sicherstellen, dass die relevanten Informationen schnell und sicher den Personen zur Verfügung stehen. Bedingt durch die Pandemie haben wir neue Wege in der digitalen Kommunikation genutzt. Wir sind dadurch handlungsfähig geblieben und haben uns eine zukunftsweisende Ausrichtung in der Kommunikation erarbeitet, die es gilt auch in der Zukunft weiter zu nutzen.

 

Martin Rumpf (Vizepräsident Leistungssport)

Ich hatte mir so viel vorgenommen für mein neues Amt als Stellvertreter des Präsidenten und es kam dann leider fast alles anders. Das Jahr war geprägt von intensiven Abstimmungen und von situativen Neuausrichtungen. Es ist uns im Präsidium als Team gelungen diese schwere Zeit nicht nur zu meistern, sondern immer wieder auch zukunftsorientierte Aspekte zu setzen. Mit den Mitarbeitern auf der Geschäftsstelle und unseren Trainern haben wir es geschafft schnell, situationskonform und klar zu handeln. Die Abstimmung mit unseren Partnern im HMdIS, dem LSBH und natürlich dem DLV hat es uns ermöglicht auf jede neue Situation zu reagieren. Die Athletinnen und Athleten sowie deren Trainer standen für uns im Leistungssport dabei im Mittelpunkt. Eine Late Season und neue Formen der Leichtathletik haben wir unterstützt und ermöglicht. Es war ein wesentlich kreativeres Jahr, als ich mir das vorgenommen hatte. Dennoch haben wir die wichtigen Themen und die Zukunftsausrichtung des Verbandes nie aus dem Auge verloren.

Wir hoffen, jetzt noch gut durch diesen Winter zu kommen. Dann werden wir uns neu ausrichten auf die Olympischen Spiele 2024 unter dem Motto „Heute Hessen morgen Paris“.

 

Till Helmke (Vizepräsident Jugend)

Wir blicken auf eine sehr bewegte Freiluftsaison 2020 zurück. Ich bin froh, dass der HLV seine Meisterschaften sowohl im Aktiven- als auch im Jugendbereich ausrichten konnte. Das ist nur ganz wenigen Sportarten gelungen, war keine Selbstverständlichkeit und zweifelsfrei wichtig für alle Leichtathletinnen und Leichtathleten. Schmerzhaft waren unsere Entscheidungen im Frühjahr, alle unsere Aktivitäten für den Jugend-Bereich für die kommenden Monate abzusagen. Dazu zähle ich insbesondere unsere HLV Nachwuchs-Camps, den deutsch-griechischen Austausch und den Ländervergleichskampf. Auch die HLV Jungkampfrichter-Initiative musste am Ende ins Wasser fallen und an unsere HLV Jugend-Stände bei den Meisterschaften war in diesem Sommer nicht zu denken. Besonders hart hat es unsere Jüngsten getroffen. In der Kinderleichtathletik fand kein Wettkampfbetrieb statt und das sehr beliebte Kila-Landesfinale fiel Corona ebenfalls zum Opfer. Gerade hier hoffe ich, dass wir im nächsten Jahr für diesen Altersbereich wieder Wettkämpfe anbieten können.    

 

Klaus Frömel (Vizepräsident Wettkampforganisation)

Das Jahr 2020 begann ja noch vielversprechend. Alle Hallenmeisterschaften konnten in gewohnter Qualität umgesetzt werden. Auch die Senioren konnten ihre Meisterschaften in Stadtallendorf durchführen.

Danach kam der Einschnitt, welchen sich niemand im Entferntesten am Anfang des Jahres hätte vorstellen können. Alle sportlichen Maßnahmen wie Training und Wettkämpfe wurden heruntergefahren und bereits geplante Veranstaltungen abgesagt. Für das Training waren jetzt erhöhte Maßnahmen wie Hygienekonzept und Listen für Personenverfolgung usw. erforderlich. Lockerungen wurden erst relativ spät im Sommer, zu Beginn der Ferien, vorgenommen, sodass Wettkämpfe zum normalen Termin nicht mehr möglich waren. Aus diesen Gründen wurde noch eine Late Season mit Meisterschaften am Ende der Freiluftsaison durchgeführt. Diese Wettkämpfe wurden mit unterschiedlichen Konzepten und Hygieneanforderungen durchgeführt, da hierfür keinerlei Erfahrungswerte existierten. Zu diesem Zeitpunkt änderten sich ständig die Vorgaben in Form von neuen Verordnungen, welche die Planungen nicht erleichterten.

Mein Dank geht an die Ausrichter der Meisterschaften, die einen zusätzlichen Aufwand auf sich genommen haben. Außerdem möchte ich den Mitarbeitern der Geschäftsstelle danken, die es mit neuen Herausforderungen zu tun hatten. Alles in allem konnten die "Corona-Meisterschaften" zufriedenstellend abgewickelt werden, auch wenn Meisterschaften nicht für alle Klassen aufgrund des verfügbaren Zeitrahmens durchgeführt werden konnten.  Alle Besucher und Teilnehmer zeigten einen disziplinierten Umgang mit den Gegebenheiten und so können wir von erfolgreichen Veranstaltungen sprechen.

Wie die aktuelle Situation zeigt, ist von einer Lockerung zurzeit nicht zu sprechen, sodass es offen ist, wann ein normaler Sportbetrieb wieder durchgeführt werden kann. Aus diesem Grunde hat der HLV die Hallenmeisterschaften frühzeitig abgesagt, da Trainingsvorbereitung auf die Meisterschaften kaum möglich ist. Der Sinn eines Wettkampfes als Formüberprüfung ist dadurch in Frage gestellt. Hoffen wir, dass wir im Frühjahr wieder zu den gewohnten Sportaktivitäten zurückkommen können. 

 

Michael Krichbaum (Vizepräsident Süd)

Mein erstes Jahr im HLV-Präsidium war ein sehr spannendes. Nicht nur, dass ich die Mechanismen und Gepflogenheiten schnell kennenlernen musste, gleichwohl waren wir durch die Corona-Pandemie gezwungen schnelle Entscheidungen zu treffen und im täglichen operativen Geschäft gefangen. Trotzdem ist es uns gelungen, wichtige Themen voranzutreiben und anzuschieben, um unseren Verband fit für die Zukunft zu machen. Für mich ist deutlich erkennbar geworden, dass ein „Weiter so“ uns nicht in die Zukunft führen wird, sondern wir die Veränderungsprozesse aktiv gestalten müssen. Auch wenn die Dinge häufig nicht so schnell vorangehen, wie ich es mir selbst oft wünsche, stelle ich jedoch fest, dass wir uns dennoch bewegen und aktiv an die Themen herangehen.

Stolz bin ich darauf, wie wir unseren Sport in Hessen durch die schwierige Zeit im Sommer, aber auch jetzt geführt haben. Wir konnten auf die gegebenen Bedingungen im sportlichen Bereich klasse reagieren und unseren Sportlern trotz allem interessante Wettkampfangebote unter Erstellung vorbildlicher Hygienekonzepte anbieten. Ebenfalls erfüllt es mich mit Stolz, dass wir uns dazu entschieden haben auf das Instrument Kurzarbeit bis heute zu verzichten. Stattdessen konnten wir unsere Mitarbeiter weiter in Beschäftigung halten und wichtige Maßnahmen, wie zum Beispiel das innovative Konzept der Online-Fortbildungen umsetzen. Von diesen Maßnahmen werden wir in der Zukunft sicherlich maßgeblich profitieren können.

Was ich doch sehr bedauere ist die Tatsache, dass ich als Vertreter der Regionen Süd und Rhein-Main nicht mehr persönlich vor Ort sein konnte, um die Themen der Kreise direkt mit den Verantwortlichen besprechen zu können. Ich hoffe dies im kommenden Jahr realisieren zu können.

In der Summe waren es für mich spannende erste 365 Tage im Amt und ich freue mich schon sehr auf das, was kommt.

 

Markus Czech (Vizepräsident Mitte)

Unumstritten ist es sicherlich, dass uns durch die Pandemie sehr viel Zeit und Möglichkeiten für unsere Arbeit verloren gegangen sind. Mein Plan war es in diesem Jahr, einen intensiven persönlichen Dialog mit den Kreisen, für die ich zuständig bin, aufzubauen. Da leider die meisten persönlichen Termine ausfallen mussten, bin ich mit diesem Plan nicht besonders weit gekommen, muss ich gestehen.

Im ersten Quartal dieses Jahres hatte ich mehrere persönliche Gespräche und Treffen mit dem Kreis Dillenburg. Ich habe den Kreisvorstand zu einer Klausurtagung bewegen können, bei der wir Aufgaben und Ziele des Kreises definiert haben. Meines Erachtens nach war das ein guter Beginn. Leider folgten direkt danach die starken Einschränkungen auf Grund der Pandemie. Erfreulicherweise können wir aber feststellen, dass innerhalb des Kreises deutlich mehr kommuniziert wird. Ich habe die Nachricht bekommen, dass die ersten Planungen umgesetzt worden sind. Sobald es mir möglich ist, möchte ich auch in den anderen Kreisen ähnlich verfahren.

Derzeit prüfen die beiden Kreise Gießen und Wetzlar eine Zusammenarbeit, vielleicht sogar einen Zusammenschluss. Leider mussten die ersten gemeinsamen Sitzungen coronabedingt ausfallen, sollen aber so bald es möglich ist nachgeholt werden.

Meine Besuche der ersten Kreistage in der Region Mitte haben mich auf die Idee gebracht, ein verbandsweites Kommunikations-Projekt vorzuschlagen. Ich habe nämlich festgestellt, dass oft lieber nichts getan wird, um kein Risiko einzugehen. Die Idee ist also, die Kreise bei ihren Aufgaben zu unterstützen und die Zusammenarbeit innerhalb des Verbandes zu stärken. Ich möchte als Vertreter aus dem HLV-Präsidium als Ansprechpartner dienen und gemeinsam Lösungen erarbeiten. Dabei wird mir meine jahrelange Erfahrung an der Basis sehr nützlich sein.