5000m/800m Regensburg
  31.07.2020 •     Berichte


 

Helmut Schaake.Regensburg. War einst Koblenz Wallfahrtsort für die Deutsche Mittel- und Langstreckenszene, so ist dies heute Regensburg. Des einen Freud des andern Leid, so ist es im Leistungssport. Freuen konnte sich zum zweiten Mal innerhalb von nur zwei Wochen Alexander Hirschhäuser (ASC Breidenbach), der seine 5000-Meter-Bestzeit pulverisierte und auf sensationelle 14:17,12 Minuten steigerte. Nicht wie erhofft mit neuer Bestzeit kehrte 800-Meter-Hessenmeisterin Julia Merbach (TSV Kirchhain) nach Hause zurück.

                              

Alexander Hirschhäuser auch über 5.000 Meter stark verbessert

Nachdem Alexander Hirschhäuser schon vor zwei Wochen in Regensburg beim Mitsommerlauf mit der zweitschnellsten 10.000-Meter-Zeit im Kreis von 29:33,09 Minuten groß auftrumpfte, war es nur eine Frage der Zeit, wann er trotz Corona auch über die halbe Distanz über 5000 Meter zu einem ähnlichem Leistungssprung in der Lage sein würde.  Nach seiner guten 10.000-Meter-Vorleistung konnte er mit den Schnellsten im A-Lauf (insgesamt 87 Teilnehmer in drei Zeitläufen) in der zweiten Verfolgergruppe mitlaufen.  Nachdem er bei 3000 Metern schon eine inoffizielle Bestzeit von 8:29 Minuten erzielt hatte, drückte er weiter auf das Tempo und wurde mit einer Verbesserung von erstaunlichen 62 Sekunden auf jetzt 14:17,12 Minuten belohnt. Nur schade, denn eigentlich hätte er damit die Norm vom letzten Jahr für die DM von 14:24 Minuten deutlich unterboten, aber in diesem Jahr sind in Braunschweig sind über 5000 Meter nur 15 Läufer zugelassen. Sieger des A-Laufs wurde   Aron Bienenfeld (SSC Hanau Rodenbach) in 13:45,75 vor Simon Boch (LG Regensburg) 13:54,48 und Tobias Blum (LC Rehlingen) in 13:59,53 Minuten. Für Hirschhäusers Vereinskameraden  Kilian Schreiner  als 5000- und 10.000-Meter Kreisrekordhalter ging es in Regensburg nur um einen letzten Test in Hinblick auf die Deutschen Meisterschaften in zwei Wochen in Braunschweig.  Bis  zur Hälfte des Rennens konnte er in der Spitzengruppe mitlaufen,  konnte bekam er Schmerzen in der rechten Wade. Da er im Hinblick auf die Deutschen Meisterschaften kein Risiko eingehen wollte, stieg er vorzeitig aus.   

Voller Hoffnung startete Julian Merbach in Regensburg. Im Gespräch sagte sie: „Ich wollte schon definitiv Bestzeit laufen, sonst hätte ich mir die Strapazen der fünfstündigen Anreise nicht zugemutet. Aber zweimal Starkregen brachte den Zeitplan gewaltig ins Hintertreffen. Dzu bin ich die ersten 200 Meter mit unter 30 Sekunden für meine Verhältnisse zu schnell angelaufen, sodass mir am Ende einfach die nötigen „Körner“ fehlten.“ Am Ende belegte sie im zweiten Zeitlauf  in 2:09,07 Minuten Platz vier.  Siegerin im B-Lauf wurde Sarah Schmidt (TSV Bayer Leverkusen in 2:07,29 Minuten. Den A-Lauf gewann Katharina Kranz (LG Stadtwerke München) in 2:05,40 Minuten. Für Julia Merbach geht es am Wochenende bei einem Einladungswettkampf in Pfungstadt nochmals über die zwei Stadionrunden.  Nach dem derzeitigen Stand in der Deutschen Bestenliste 2020 steht sie auf Platz 14 bei 21 Startberechtigten und kann für die DM in Braunschweig am 8./9.August planen.